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Schädlingsbekämpfung im öffentlichen Raum und Kanalsystemen

Das Infektionsschutzgesetz (IFSG) fordert in § 17 die Bekämpfung von tierischen Schädlingen, wenn die Gefahr begründet ist, dass durch sie Krankheiten auf Menschen übertragen werden. Zur Bekämpfung verpflichtet ist i.d.R. der Eigentümer von Liegenschaften, Kanalsystemen, Binnenschiffe u.a.. Die Bundesländer können eigene Rechtsverordnungen erlassen, um die Bekämpfung von tierischen Schädlingen zu regeln. Folgende Bundesländer besitzen Landesverordnungen zur Bekämpfung tierischer Schädlinge:

  • Berlin
  • Hamburg
  • Niedersachsen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Sachsen-Anhalt
  • Hessen
  • Schleswig-Holstein

In vielen Landesverordnungen werden die tierischen Schädlinge definiert, welche unter den § 17 des Infektionsschutzgesetzes fallen. Im folgenden werden die Tierarten aufgezählt, welche in verschiedenen Landesverordnungen als Schädlinge im Sinne des § 17 des Infektionsschutzgesetzes fallen:

  • Wanderratten
  • Hausratten
  • Ameisen in Gebäuden (insbesondere Pharaoameisen)
  • Hausmäuse
  • Fliegen in gehäuften Vorkommen
  • Zecken in Gebäuden (Taubenzecken)
  • Verwilderte Haustauben

Nach § 17 Infektionsschutzgesetz muß die zuständige Behörde (Ordnungsbehörde) die Bekämpfung von tierischen Schädlingen anordnen, wenn die Gefahr begründet ist, dass durch die Schädlinge Krankheiten übertragen werden. Der Verpflichtet muss der Anordnung nachkommen. Findet eine Schädlingsbekämpfung auf Anordnung nach § 17 Infektionschutzgesetz statt, dürfen nur Präparate verwendet werden, die von der Bundesoberbehörde in der aktuellen Bekannmachung der geprüften und anerkannten Mittel und Verfahren zur Bekämpfung von tierischen Schädlingen nach § 18 Infektionschutzgesetz aufgelistet sind.

Wird eine Schädlingsbekämpfung gewerbliche durchgeführt, oder findet sie im Rahmen eines Berufes statt, so müssen die durchführenden Personen Sachkundenachweise erbringen. 

Findet die Schädlingsbekämpfung ohne Freisetzung von gesundheitsgefährlichen, giftigen oder sehr giftigen Stoffe und Zubereitungen statt (z.B. Schadnagerbekämpfung mit Köderformulierungen), benötigt der Durchführende folgende Sachkundnachweise:

  • Sachkunde nach § 4 Tierschutzgesetz
  • Zertifikat über eine Belehrung über Risikominderungsmaßnahmen  beim Ausbringen von Blutgerinnungshemmstoffen

Werden im Rahmen einer Schädlingsbekämpfung gesundheitsgefährliche, giftige oder sehr giftige Stoffe oder Zubereitungen freigesetzt, werden nach Gefahrstoffverordnung weitere Sachkundenachweise erforderlich:

  • Berufsausbildung als Schädlingsbekämpfer/in nach Berufsausbildungsgesetz
  • oder IHK Geprüfter Schädlingsbekämpfer nach Umschulungsverordnung
  • oder Teilsachkundiger für Gesundheits- und Vorratsschutz nach TRGS 523
  • oder Meister oder Geselle nach alten Recht der DDR

Die Umsetzung der Biozidrichtlinie wird die Verfügbarkeit von Schädlingsbekämpfungsmitteln (Pestizide) für Privatpersonen erheblich einschränken. Ab Anfang 2014 dürfen Rodentizide (Blutgerinnungshemmstoffe) der 2. Generation nicht mehr an Privatpersonen abgegeben werden.


Für die Abgabe von Blutgerinnungshemmstoffen der 2. Generation für die berufliche Anwendung (z.B. Rattenbekämpfung in der Kanalisation) werden ab Anfang 2014 Sachkundenachweise erforderlich sein.

Wir helfen Ihnen bei der der Erlangung der notwendigen Sachkunde. In Zusammenarbeit mit der TÜV-Rheinland Akademie GmbH können wir Ihnen Seminare zur Sachkunde zum Töten von Wirbeltieren mit Zertifikat über eine Belehrung über Risikominderungsmaßnahmen vermitteln.

Informieren Sie sich persönlich bei uns unter der Telefonnummer: 06443 810930

Natürlich führen wir Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen im öffentlichen Raum auch als Dienstleistung für Sie aus. Unsere Mitarbeiter verfügen über alle notwendigen Sachkundenachweise und führen die Maßnahmen auf höchstem Sicherheitsstandard, z.B. mit stabilen, manipulationssicheren Köderstationen aus. Unsere Bekämpfungsmaßnahmen sind professionell und erfolgreich.

Informieren Sie sich persönlich über unser Preis/Leistungsverhältnis!